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Einbauanleitung für RuG AQUAPLUS |
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Anschluss an vorhandene metallische Rohrsysteme,
wie Eisenrohre, Kupferrohre, sowie diverse andere Kunststoffleitungen.
Zur Anbindung des AQUAPLUS-Rohres an vorhandene Rohrsysteme ( Metall
oder Kunststoff), sind die entsprechenden Übergangsverschraubungen
oder Klemmverschraubungen mit Innen – oder Außengewinde aus dem AQUAPLUS
– Sortiment zu verwenden. Dadurch werden die vorhandenen Ausdehnungsunterschiede
durch warmes und kaltes Wasser kompensiert und eine mögliche Zerstörung
durch Rissbildung vermieden. Anschluss an Thermen, Durchlauferhitzer
und Warmwasserbereiter.
Bei Thermen und Durchlauferhitzern müssen die Anschlussleitungen aus
Sicherheitsgründen bis mindestens 50 cm vom Gerät entfernt mit Verlängerungsstücken
aus Messing oder Rotguss herausgeführt werden. Mit den RUG AQUAPLUS-Übergangsverschraubungen
kann dann der Anschluss zum RUG-AQUAPLUS-Rohr erfolgen. Die Sicherheitstemperatur
von 85 °C darf nicht überschritten werden. Bei Verwendung von Kunststoffrohren
müssen die Leitungen so abgesichert werden, dass Wassertemperaturen
> 100 °C und Drücke > 4 bar vermieden werden.
Verarbeitungstipps für AQUAPLUS-Rohre
Ausmessen der Rohrlängen
Rohr mit Kunststoff-Rohrschneidezange trennen (2)
Rohrenden außen anschrägen und innen entgraten (3)
Alle Teile ggf. trocken zusammenstecken ( besonders bei komplizierter
Leitungsführung)
Positionierung der Schellen / Anbringen der Schellen
(9)
Zur Vormontage sind folgende Einstecktiefen der Rohrenden in die Fittings
zu berücksichtigen:
| Rohr-Dimension in mm |
Einstecktiefe in Fitting |
| 16 |
16 |
| 20 |
20 |
| 25 |
25 |
| 32 |
30 |
Herstellung der RUG-AQUAPLUS- Presssitzverbindung ( Kaltschweißen)
Diese Art der Presssitzverschweißung ist nur durch den RUG-AQUAPLUS-Sicherheitskonus
möglich.
Die Klebeflächen müssen trocken und frei von Schmutz sein.
- Mit sauberem Reinigungstuch und AQUAPLUS - Reiniger die Klebefläche
am Rohrende und im Fitting (innen) sorgfältig säubern.
(4)
- Klebstoff mit Tupfer (am Dosendeckel befestigt) zuerst im Fitting
( Formteil) innen dünn, aber vollflächig auftragen, dann satt
auf das Rohrende. Tupfer zwischendurch nicht erneut eintauchen.
(5)
- Sofort nach dem Auftrag des Klebstoffes werden die Formteile
auf das Rohr aufgeschoben. Die Markierung der Einstecktiefe auf
dem Rohr wird empfohlen (6). Nach dem
Zusammenfügen können die Teile noch ca. 10 Sekunden ausgerichtet
werden, danach werden sie noch etwa 5 Sekunden fixiert. (7)
- Ein kleiner gleichmäßiger Klebstoffwulst an der Außenseite zeigt
an, dass eine vollflächige Presssitzverschweißung stattgefunden
hat. Dieser Wulst braucht nicht entfernt zu werden.
Ruhezeiten nach der durchgeführten Presssitzverschweißung
Temperatur
in °C |
Ruhezeiten
in Minuten |
Inbetriebnahme bei max.
6 bar, max. 60 °C in Min. |
Druckprüfung mit
15 bar nach Stunden |
| 0-10 |
2,5 |
60 |
4 |
| 10-25 |
1,0 |
30 |
2 |
| >25 |
0,5 |
30 |
1 |
Die AQUAPLUS-Übergangsverschraubungen und Wandscheiben
können unter und auf Putz montiert werden.
- Rohre rechtwinklig trennen und anpassen, Mutter und Klemmring
auf Rohr schieben.
- Rohr im Unterteil über den O-Ring bis zum Anschlag schieben.
- Mutter von Hand aufschrauben und mit ca. einer Umdrehung festziehen.
Durch den Bund am Klemmring ist ein zu starkes Anziehen und eine
Beschädigung des Rohres ausgeschlossen. Beim Anziehen der Mutter
ist das Rohr mit der Hand gegen Verdrehung zu sichern. Weitergehende
Verklebungen sollten erst nach der Verschraubungsmontage durchgeführt
werden.
Druckprüfung und Inbetriebnahme (10)
Die fertig installierten, aber noch nicht abgedeckten Leitungen sind
einer Druckprüfung zu unterziehen. Dabei sind nach der Presssitzverschweißung
die Ruhezeiten gemäß Tabelle zu beachten. Die Prüfungen werden nach
DIN 1988, Teil 2, Absatz 11.1 durchgeführt. Füllen
des Systems
Die Leitungen sind mit filtriertem Wasser so zu befüllen, dass sie
luftfrei sind. Es sind Druckmessgeräte zu verwenden, die einwandfreies
Ablesen einer Druckänderung von 0,1 bar gestatten. Das Druckmessgerät
ist möglichst an der tiefsten Stelle der Leitungsanlage anzuordnen.
Die Druckprüfung ist als Vor- und Hauptprüfung durchzuführen, wobei
für kleinere Anlagenteile wie z. B. Anschluss und Verteilerleitungen
innerhalb von Nassräumen die Vorprüfung als ausreichend gelten kann.
Vorprüfung
Für die Vorprüfung wird ein Prüfdruck entsprechend dem 1,5 fachen
des höchstmöglichen Betriebsdruckes aufgebracht, der innerhalb von
30 Minuten im Abstand von 10 Minuten 2 mal wiederhergestellt werden
muss. Danach dürfen nach einer Prüfzeit von weiteren 30 Minuten der
Prüfdruck um nicht mehr als 0,6 bar gefallen und Undichtigkeiten nicht
aufgetreten sein. Hauptprüfung
Unmittelbar nach der Vorprüfung ist die Hauptprüfung durchzuführen.
Die Prüfdauer beträgt 2 Stunden. Dabei darf der nach der Vorprüfung
abgelesene Prüfdruck nach 2 Stunden um nicht mehr als 0,2 bar gefallen
sein. Undichtigkeiten dürfen an keiner Stelle der geprüften Anlage
feststellbar sein. Schutz der verlegten Leitungen
Freiliegende Leitungen sind so anzuordnen, dass sie vor äußeren Schlag-
und Stoßeinwirkungen geschützt sind. Rohrleitungen, die der direkten
Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, müssen durch geeignete Isolierstoffe
oder durch einen Anstrich geschützt werden. Es dürfen nur Farben verwendet
werden, die für AQUAPLUS-Rohre geeignet sind. Nitro-Farben sind unzulässig,
empfohlen werden Dispersionsfarben. Montagebedingungen
Die Montage des AQUAPLUS-Wasserleitungssystems kann bei Umgebungstemperaturen
von > 5 °C ohne Zusatzmaßnahmen erfolgen. Bei Umgebungstemperaturen
< 5 °C müssen die Rohrenden und Rohrleitungsteile mit einem geeigneten
Warmluftgebläse angewärmt werden. Der Reiniger und Klebstoff muss
während der Verarbeitung atü
5 °C temperiert sein. Die Lagerfähigkeit des Reinigers ist unbegrenzt,
die des Klebstoffes ist abhängig von den Lagerbedingungen. Der Klebstoff
ist kühl und trocken zu lagern. Der Klebstoff ist bei ungeöffneten
Dosen bei diesen Lagerbedingungen mindestens 1 Jahr haltbar (siehe
Boden der Klebstoffdose). Der Klebstoff muss glatt vom Tupfer ablaufen
und sofort die Klebfläche benetzen. Ist dies der Fall, ist die Gebrauchsfähigkeit
des Klebstoffes gewährleistet. Eine Verdünnung oder andere Veränderung
der Zusammensetzung ist nicht zulässig. Die Arbeitsräume sind während
der Verarbeitung gut zu belüften. Spannungsfreie Verlegung
Für die Praxis ist es wichtig, dass Rohrstränge so installiert werden,
dass keine oder möglichst geringe Spannungen auftreten. Das bedeutet,
dass Rohrhalterungen durch Schellen oder Vermörtelungen in ausreichendem
Abstand von Richtungsänderungen erfolgen. Hierzu gehört auch ein ausreichender
Spielraum im Wandschlitz. Verlegung unter Putz
Die Leitung wird auf der ganzen Länge mit handelsüblichen Stoffen
gedämmt. Bei Richtungsänderungen sind Fittings und Federschenkel mit
elastischen Materialien (Glaswolle, Steinwolle, Schaumstoff oder ähnliches)
so zu umhüllen, dass die mögliche Längenänderung nicht behindert wird.
In der Regel ist die Stärke von elastischen Dämmstoffen (z. B. PE-Dämmung)
für die erforderliche Wärmedämmung ausreichend. Verlegung
im Estrich
Bei der Verlegung von AQUAPLUS-Leitungen im Estrich sind die Rohre
und Formteile mit geeigneten Isolierstollen zu ummanteln. AQUAPLUS-Leitungen
dürfen nicht in Heiß-Asphalt verlegt werden! |
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